TYPO3-Version 4.3 veröffentlicht
von Franz Graser
Die TYPO3-Association hat die endgültige Version 4.3 des gleichnamigen Content-Management-Systems freigegeben. Im Mittelpunkt des Releases stehen ein neues Modul für die Frontend-Bearbeitung sowie die Erweiterungen “Extbase” und “Fluid”, die eine reibungslose Migration zur kommenden Version 5.0 ermöglichen sollen.
Insbesondere das Modul für die Frontend-Bearbeitung wurde komplett überarbeitet. Das Ziel lautete, dass die Arbeit mit Webinhalten intuitiver und leichter ablaufen sollte. Inhaltselemente können nun nach “Drag & Drop”-Art verschoben oder gelöscht werden. Zudem muss nicht mehr die ganze Seite neu geladen werden, wenn Ajax (Asynchronous Javascript and XML) dazu benutzt wird, um Änderungen zu speichern. Das Frontend-Modul ist nach Angaben der TYPO3-Association nach wie vor mit dem Template-Erstellungswerkzeug TemplaVoilà sowie dem bisherigen Prozess der Template-Gestaltung kompatibel. Das Frontent-Bearbeitungsmodul ist allerdings kein Bestandteil des TYPO3-Kerns, sondern eine Extension. Das bedeutet unter anderem für den User, dass die erweiterung unabhängig vom TYPO3-Releasezyklus aktualisiert werden kann.
Die Version 5 wirft ihre Schatten voraus
Die beiden Erweiterungen “Fluid” und “Extbase” weisen bereits auf die Version 5.0 von TYPO3 voraus, die entweder für 2010 oder für 2011 erwartet wird. Bei diesen Extensions handelt es sich um Portierungen des FLOW3-Frameworks, das sozusagen das Fahrgestell für TYPO3 5.0 bilden wird. Extbase dient hierbei quasi als Grundlage für die Erweiterungsprogrammierung auf Basis des Model-View-Controller-Entwurfsmusters. Fluid bildet dagegen eine flexible Template-Engine.
Bedienerfreundlicheres Backend
Verbessert wurde unter anderem die Benutzerfreundlichkeit im Backend. Ein Flash-basiertes Upload-Werkzeug erlaubt es, mehrere Mediendateien simultan hochzuladen. Für den TypoScript-Editor t3editor wurden Features wie Code-Vervollständigung sowie Code-Ergänzungsvorschläge hinzugefügt. Die TYPO3-Gemeinde erhofft sich davon, dass vor allem Einsteiger in die TYPO3-Entwicklung leichter mit dem System zurechtkommen.
Auch im Bereich Sicherheit wurde Einiges getan: Die Entschlüsselung von Passwörtern wurde durch Hinzufügung von “Salted md5-Hashes” noch weiter erschwert, diese Sicherheitsfunktion kann auch in selbstentwickelten Erweiterungen eingebaut werden. Sensitive Daten können zudem über einen sicheren Kanal mit RSA-Authentifikation übermittelt werden. Das gilt sogar dann, wenn die Website kein HTTPS unterstützt.
Eine (englischsprachige) Mitteilung mit einer vollständigen Feature-Liste finden Sie hier.











