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SEO-Basics – Qualitätskriterien für den Code

von Steven Broschart


Die in diesem Beitrag beschriebenen Maßnahmen mögen auf den ersten Blick banal klingen, stellen aber die Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen dar. Schließlich benötigen wir ein gesundes, fehlerfreies Fundament.

Code-Validität

Der HTML-Code aller Seiten einer Domain sollte in jedem Fall auf eine gültige Syntax geprüft werden. Valider Code ist die zwingende Voraussetzung für eine funktionierende Optimierung. Nicht zuletzt stellt es aber auch ein Qualitätskriterium dar und beweist damit die Sorgfalt, mit der Sie arbeiten. Warum ist aber valider Code im Rahmen einer SEO so wichtig?

Wenn Sie das HTML-Validator-Plugin für den Firefox installiert haben, dann öffnen Sie doch einmal die Google-Startseite von www.google.de. Rufen Sie anschließend den Validator mit STRG + U auf. Wie Sie sehen, scheint Google es mit der Validität nicht sonderlich ernst zu nehmen.

htmlvalidator

Der Validator gibt zwar keine Fehler, allerdings 56 Warnungen aus. Da Google ab und an die Startseite geringfügig modifiziert, könnte es sein, dass Sie eine abweichende Anzahl an Warnungen erhalten. Und nochmal stellt sich die Frage, warum man auf validen Code achten sollte, wenn Google dieses Kriterium offenbar für die eigene Startseite nicht ernst nimmt?

Valider Code ist deshalb wichtig, weil man nur bei diesem davon ausgehen kann, dass alle HTML-Elemente auch korrekt gelesen werden können. Der Bewertungsalgorithmus kann ja nur solche Elemente bewerten, die er auch korrekt ausliest. Gehen wir von folgendem Beispiel aus:

<a href=“ziel1.html“>
  Das ist ein <a href=“ziel2.html“>Beispiel</a> mit einem verschachtelten Link.
</a>

Wie Sie sehen, handelt es sich hier um einen verschachtelten Link, also eine nicht valide Syntax. Welches Verhalten erwarten wir an dieser Stelle vom Robot? Erkennt dieser den zweiten Link oder wird dieser als Linktext interpretiert werden? Denkbar ist an dieser Stelle so einiges, sicher allerdings gar nichts.

HTML-Code sollte also grundsätzlich auf Validität geprüft werden. Nicht immer sind falsche Codeformatierungen sofort erkennbar. Oft verhindert Code an einer Stelle, deren genauere Begutachtung Ihnen erst gar nicht in den Sinn kommt, eine korrekte oder weitere Indexierung des Dokumentes. So ist es denkbar, dass Elemente, die im Rahmen einer SEO ausschlaggebend sind, völlig korrekt formuliert wurden, in Zusammenspiel mit dem anderen Code vom Robot aber nicht ausgelesen werden können.

Hinterfragen Sie Fehlermeldungen

HTML-Validatoren neigen mitunter zu einer übereifrigen Fehlerausgabe. Vertrauen Sie also nicht jeder Fehlermeldung, sondern nehmen Sie sie als unterstützenden Hinweis.

Neben dem erwähnten Firefox-Plugin finden Sie Validatoren auch als Online-Service, beispielsweise unter den folgenden Adressen:

Die DOCTYPE

Über die DOCTYPE wird dem Browser mitgeteilt, um welches Dokument es sich bei der gelieferten Seiten handelt. Die Darstellung und visuelle Interpretation der HTML-Elemente erfolgt gemäß der Regeln, die über die DOCTYPE-Definition vereinbart wurden.

Findet sich hier keine oder eine fehlerhafte Definition, begibt sich der Browser in den sogenannten Quirks-Modus („quirk“, engl. für „Eigenart“). Mit diesem Modus sollen Fehler früherer Browserversionen simuliert werden können, damit auch über moderne Browser veralteter HTML-Code verwertbar dargestellt werden kann.

Im Rahmen einer SEO spielt die DOCTYPE zwar keine direkte Rolle. Dokumente, die nicht über eine valide Definition verfügen, werden von den Suchmaschinen also nicht benachteiligt. Trotzdem sei sie an dieser Stelle erwähnt, da sie zum einen ein Qualitätskriterium darstellt und zum anderen die Entwicklung einer Website zukunftssicherer gestaltet. Dies ist vor allem im Hinblick auf künftige SEO-Maßnahmen von Belang, da diese später nicht zu Darstellungsproblemen im Quirksmodus führen sollen.

Ein Browser, der sich im Quirksmodus befindet, kann bestimmte Elemente nicht korrekt darstellen (rendern), er stellt diese einfach anders dar. Trotzdem gibt es immer noch erstaunlich viele Webdesigner, die keine oder eine falsche DOCTYPE verwenden und deshalb eigentlich auf eine falsche, veraltete Interpretation des HTML-Codes setzen. Leider kann man in diesem Zusammenhang auch Google als Negativbeispiel anführen: Hier fehlt die DOCTYPE komplett.

Eine Liste valider DOCTYPE-Definitinen erhalten Sie beim W3C. Bitte verwenden Sie eine von diesen.

seousability

Dieser Text ist dem Buch “Suchmaschinenoptimierung & Usability” von Steven Broschart entnommen, das im Franzis-Verlag erschienen ist. Das Buch ist hier direkt bestellbar.

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