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Der primäre Nutzen eines Entwurfsmusters liegt in der Beschreibung einer Lösung für eine bestimmte Klasse von Problemen. Darüber hinaus ergibt sich ein wesentlicher Vorteil aus der Tatsache, dass jedes Muster einen Namen besitzt. Dies vereinfacht die Diskussion unter Softwareentwicklern, da man abstrahiert über eine Softwarestruktur sprechen kann. So sind Entwurfsmuster zunächst einmal sprachunabhängig.
Wenn der Einsatz von Entwurfsmustern dokumentiert wird, ergibt sich ein weiterer Vorteil: Durch Dokumentation des Musters wird ein Bezug hergestellt zur dort vorhandenen Diskussion des Problemkontexts und der Vor- und Nachteile der Lösung.
Moderne Hochsprachen wie Java, aber durchaus auch PHP, unterstützen einige der gängigen Entwurfsmuster bereits mit bestimmten Sprachmitteln, sodass man sich in der Praxis vor allem bei der Nutzung moderner Sprachen im Prozess der objektorientierten Analyse (OOA) und des objektorientierten Designs (OOD) der Entwurfsmuster bedient, die dort unter Umständen noch immer implementationsneutral in der unified modeling language (UML) angewendet werden.
Im Lauf der Zeit wurden Lösungen für bestimmte Probleme gefunden, die erfolgreich eingesetzt wurden und somit einen Katalog mit insgesamt 23 Entwurfsmustern bildeten. Laut der Gang of Four (GoF) lassen sich sämtliche Entwurfsmuster in drei grundlegenden Mustergruppen zusammenfassen:
- Creational Patterns (Erzeugungsmuster) lösen die Probleme beim Erzeugen von Objekten.
- Structural Patterns (Strukturmuster) befassen sich mit der Komposition von verschiedenen Objekten, um eine größere Struktur zu entwickeln.
- Behavioral Patterns (Verhaltensmuster) regeln die Interaktion zwischen verschiedenen Objekten.
Zu den bekanntesten Entwurfsmustern gehören unter anderem der Iterator-Pattern und der Singleton-Pattern.
Hinweis: Muster sollen den Entwickler bei seiner Arbeit unterstützen. Die Aufgabe des Entwicklers besteht somit nicht mehr darin, das Rad neu zu erfinden, sondern das passende Rad zu verwenden.
Gültigkeitsbereich der Muster
Strukturen, denen ein klassenbasiertes Muster zu Grunde liegt, sind durch Klassenvererbung entstanden und somit zur Übersetzungszeit festgelegt.
Analog hierzu nutzen objektbasierte Muster die Objektkomposition. Die von ihnen verwendeten Strukturen entstehen zur Laufzeit und sind dynamisch. Dieser Unterschied ist stets zu beachten.
Gruppe der Erzeugungsmuster
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